Sekundärregelung

Auch die Sekundärregelung (oder “Sekundärregelleistung“, abgekürzt SRL) dient der Netzfrequenzstabilität. Sie wird angefordert, wenn die Normalfrequenz von 50 Hertz im Übertragungsnetz aufgrund von Lastschwankungen nicht gehalten werden kann.

Die SRL muss von der APG innerhalb von 5 Minuten bereitgestellt werden, um die Primärregelleistung bei Netzschwankungen abzulösen. Sie wird bisher zumeist von gut regelbaren und vollautomatisch schaltbaren Kraftwerken, wie z.B. Pumpspeicherkraftwerken oder Gasturbinen, bereitgestellt. Seit einigen Jahren können jedoch auch virtuelle Kraftwerke SRL bereitstellen, was einen wichtigen Schritt zur Integration von Erneuerbaren Energien bedeutet. Bei Netzschwankungen, die länger als 10 Minuten andauern, wird die Sekundärreserve von der Tertiärregelleistung abgelöst.