The power of many

Mein Kraftwerk +43 1 53 50 110

Alles zum Thema Wissen

Wissen / Wissen / Erneuerbare Energien / Strommarkt

Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz-(EAG)

Was ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG)? DefinitionDas Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ist ein neues Gesetz, das zum Ziel hat, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der österreichischen Stromproduktion bis 2030 auf 100% zu steigern und bis 2040 die Klimaneutralität des Landes zu erreichen. Das EAG regelt die zentralen Fragen der Förderung der Erneuerbaren Energien und ist damit der Nachfolger des Ökostromgesetzes (ÖSG, auch ÖkostromG).
Weiterlesen
Wissen / Direktvermarktung / Erneuerbare Energien / Strombörse / Wissen

Marktprämie

Marktprämie und Marktprämienmodell in Österreich: Wie funktioniert das?Definition

Das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) von 2021 führt die Marktprämie und das Marktprämienmodell (MPM) für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie ein. Die Marktprämie hat zum Ziel die Erzeugung von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen zu fördern und somit den Ausbau zu unterstützen. Sie gleicht die Differenz zwischen den Produktionskosten und dem durchschnittlichen Marktpreis aus. Wie hoch die jeweilige Marktprämie ist, hängt von der Höhe des anzulegenden Werts ab, der, je nach Energieträger, entweder in technologiespezifischen Ausschreibungen bestimmt oder per Verordnung festgelegt wird.

Weiterlesen
Wissen / Erneuerbare Energien / Strombörse / Strommarkt / Wissen

Herkunftsnachweise

Was sind Herkunftsnachweise?Definition

Herkunftsnachweise (HKNs) ermöglichen es, die Herkunft von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachzuvollziehen. Der Herkunftsnachweis ist ein elektronisches Dokument, das genau anzeigt, aus welcher Anlage eine bestimmte Menge an Strom erzeugt wurde. Es stellt sicher, dass diese Menge nur einmal als Strom aus einer erneuerbaren Quelle (Ökostrom) verkauft werden kann. Ziel ist es, so für mehr Transparenz im Stromsektor, insbesondere für Verbraucher, zu sorgen.

Weiterlesen
Wissen / Europäische Strommarktintegration / Strombörse / Strommarkt / Wissen

Market Coupling

Market Coupling – was ist das?Definition

Market Coupling, oder Marktkopplung, beschriebt das Bestreben einen europäischen Strombinnenmarkt zu kreieren. Durch die Kopplung der Märkte sollen eine sicherere Versorgung sowie günstigere Preise für Verbraucher erzielt werden. Dort, wo Stromnetze miteinander verbunden sind, fließt der Strom eh bereits physisch in andere Netze, da elektrische Energie immer den kürzesten Weg zwischen Produktion und Verbrauch wählt. Dies soll durch eine Kopplung der Märkte ergänzt werden. Mittlerweile gibt es bereits einige Systeme der Marktkopplung im Day-Ahead und Intraday-Märkten, wie PCR und XBID. Die wichtigste Institution im europäischen Market Coupling sind die NEMOs.

Weiterlesen
Wissen / Erneuerbare Energien / Flexibilität im Stromsystem / Verkehrswende / Wissen

Sektorenkopplung

Was ist die Sektorenkopplung?Definition

Die Sektorenkopplung verbindet die Energiesysteme Strom, Wärme, Kälte, Verkehr und Industrie. Statt jeden dieser Sektoren einzeln zu betrachten, verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz mit dem Ziel, die Energiebranche als Ganzes zu Dekarbonisieren und Ressourcen effizienter einzusetzen. Diese Ziele sollen durch eine möglichst vollständige Umstellung auf eine Energieversorgung aus Strom, die sogenannte „All Electric Society“ erreicht werden. Dies funktioniert allerdings nur, wenn Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien produziert wird. Die Sektorenkopplung ist maßgeblich von Flexibilitätspotenzialen in Erzeugern, Verbrauchern und Speicher in allen Energiesektoren und deren Nutzung und Verknüpfung abhängig.

Weiterlesen
Wissen / Erneuerbare Energien / Stromhandel / Strommarkt / Wissen

PPAs (Power Purchase Agreements)

Wie funktionieren PPAs (Power Purchase Agreements)?Definition

PPAs, kurz für Power Purchase Agreements, sind langfristige Stromliefer- und Strombezugsverträge. Insbesondere Stromproduzenten, aber auch Projektierer von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und große Stromverbraucher schließen diese Verträge ab. Anlagenbetreiber erhoffen sich dadurch eine günstigere Finanzierung ihres Projekts und eine Minimierung der Risiken; Verbraucher eine preissichere und grüne Stromversorgung. Da PPAs bilaterale Verträge sind, hängt ihre Ausgestaltung von den Vertragspartnern ab. Sie können verschiedene Formen annehmen und bilanzielle oder physische Stromlieferungen beinhalten. In Europa sind PPAs bisher noch nicht stark verbreitet, da die Förderung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen in vielen Ländern dies nicht begünstigt. In Österreich werden jedoch Anlagen bereits beispielsweise über Jahres-Terminmarktprodukte außerhalb der Förderung vermarktet. Es ist denkbar, dass PPAs mit weiterer Abnahme der Förderung von Erneuerbaren-Energie-Anlagen an Wichtigkeit für den Ausbau und Betrieb von EE-Anlagen zunehmen.

Weiterlesen
Wissen / Direktvermarktung / Erneuerbare Energien / Stromhandel / Strommarkt / Wissen

Stromvermarktung

Wie funktioniert die Stromvermarktung?Definition

Stromvermarktung bezeichnet den Vertrieb des Handelsgutes Strom auf vielfältigen Wegen. Im Regelfall bedeutet es, dass der ins Netz eingespeiste Strom über Stromlieferverträge oder an der Strombörse des jeweiligen Landes gehandelt wird – in Österreich ist dies die EXAA in Wien. Doch wer stellt sicher, dass der erzeugte Strom auch wirklich einen Abnehmer findet? Denn lagern lassen sich insbesondere größere Mengen Strom nur schlecht – und wer stellt sicher, dass auch immer zur richtigen Zeit genug Strom produziert wird um das Stromnetz stabil zu halten?

Weiterlesen
Wissen / Regelreserve / Strombörse / Strommarkt / Wissen

Energy Only Markt

Energy Only MarktDefinition

Wer einen Energy-Only-Markt (EOM) sucht, braucht meist nicht weit zu fahren: Seit der Liberalisierung der Strommärkte in den späten 1990er Jahren hat sich in vielen europäischen Ländern der Energy-Only-Markt als Strommarktdesign etabliert. Konzeptionell stehen sich der Energy-Only-Markt und der Kapazitätsmarkt gegenüber: Ein Energy-Only-Markt vergütet nur die tatsächlich erzeugte Energie, ein Kapazitätsmarkt bereits die Bereitschaft zur Stromerzeugung. 

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit ergänzen den Energy-Only-Markt verschiedene Flexibilitätsoptionen wie beispielsweise der Regelenergiemarkt. Zusätzlich existieren meist weitere Reservemodelle im Sinne der Versorgungssicherheit, die konzeptionell Anleihen beim Kapazitätsmarkt nehmen.

Weiterlesen
Wissen / Direktvermarktung / Erneuerbare Energien / Flexibilität im Stromsystem / Stromhandel / Wissen

Virtuelles Kraftwerk

Virtuelles Kraftwerk: einfach erklärtDefinition

In einem Virtuellen Kraftwerk werden dezentrale Einheiten aus dem Stromnetz zusammengeschlossen und über ein gemeinsames Leitsystem koordiniert. Dabei kann es sich um Stromproduzenten (beispielsweise Windkraft-, Biogas-, KWK-, Photovoltaik- oder Wasserkraftanlagen), Stromspeicher, Stromverbraucher und Power-to-X-Anlagen (Power-to-Heat, Power-to-Gas) handeln. Teil des Virtuellen Kraftwerks kann jeder dezentral verbrauchende, speichernde oder produzierende Akteur mit dem Ziel der gemeinsamen Vermarktung von Strom und Flexibilität am Strommarkt werden. 

Das zentrale Leitsystem koordiniert mithilfe eines speziellen Algorithmus die individuellen Anlagen im Verbund des Virtuellen Kraftwerks und reagiert, ähnlich wie ein Großkraftwerk, auf die Regelenergieabrufbefehle der Übertragungsnetzbetreiber und wechselnde Netzzustände. Außerdem kann das Virtuelle Kraftwerk in Verbindung mit dem Stromhandel flink und effizient auf Preissignale aus den Strommärkten reagieren und die Fahrweise der einzelnen Anlagen diesen Signalen entsprechend anpassen.

Weiterlesen
Wissen / Netzstabilität / Regelreserve / Stromnetz / Übertragungsnetzbetreiber / Wissen

Stromnetzfrequenz

StromnetzfrequenzDefinition

In Europa hat Wechselstrom bekanntlich eine durchschnittliche Frequenz von 50 Hertz – so auch in Österreich. Weniger bekannt ist, dass sich in Schwankungen der Netzfrequenz auch das Verhältnis von Stromerzeugung und Stromverbrauch abbildet: Sinkt die Netzfrequenz, ist zu wenig Strom im Netz – steigt die Stromnetzfrequenz zu sehr an, ist es zu viel. Zur Stabilisierung der Netzfrequenz bei 50 Hertz müssen Angebot und Nachfrage daher stetig ausgeglichen werden. Dies geschieht mit Hilfe von Regelenergie und gezielten Zu- und Verkäufen am Strommarkt.

Weiterlesen
... 2 ...