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Alles zum Thema Erneuerbare Energien

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Investitionszuschüsse (EAG)

Was sind Investitionszuschüsse (EAG)?Definition

Das EAG fördert die Erweiterung und den Neubau von Anlagen durch Investitionszuschüsse (§§ 56, 56a, 57, 57a EAG). Photovoltaikanlagen (mit Stromspeichern), Biomasse- sowie Wasser- und Windkraftanlagen können eine solche Förderung erhalten. Pro Technologie finden mehrmals jährlich Fördercalls statt an diesen über die Website der Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG) teilgenommen werden kann. Die Zusagen werden nach der Höhe der Förderung und dem First come first served-Prinzip vergeben bzw. bei kleineren PV-Anlagen nur nach dem First come first served-Prinzip. Neben der Marktprämie sind die Investitionszuschüsse der zweite große Fördermechanismus für Erneuerbare-Energien-Anlagen in Österreich, der insbesondere den Bau von kleinen Anlagen fördern soll. 

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Anzulegender Wert

Was ist der Anzulegende Wert (EAG)?Definition

Der Anzulegende Wert ist der Wert, den Anlagenbetreibende (mit wenigen Ausnahmen) im Marktprämienmodell ausgezahlt bekommen und ist für 20 Jahre festgeschrieben. Er wird je nach Energieträger in Ausschreibungen ermittelt oder per Verordnung festgelegt und in Cent pro Kilowattstunde angegeben. Die Höhe des Anzulegenden Werts bleibt stets gleich, seine Zusammensetzung ändert sich jedoch. Aus dem Anzulegenden Wert abzüglich dem Referenzmarktpreis bzw. Referenzmarktwert berechnet sich die Höhe der Marktprämie. 

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Ausschreibungen nach EAG

Wie funktionieren die Ausschreibungen nach EAG? Definition

Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) in Österreich ändert die Vergabeverfahren für die Förderung von Erneuerbarer-Energien-Anlagen. Je nach Technologie und Größe der Anlage, wird die Höhe des Anzulegenden Werts in Ausschreibungen ermittelt und nicht mehr über den Einspeisetarif festgelegt. An EAG-Ausschreibungen nehmen Photovoltaik und Biomasseanlagen sowie Windkraftanlagen teil. Es gibt zudem technologieübergreifende Ausschreibungen für Wind und Wasser. Gebotstermine, Volumina und Höchstpreise werden per Verordnung festgelegt und Ergebnisse durch die EAG-Förderabwicklungsstelle veröffentlicht. 

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Referenzmarktwert und Referenzmarktpreis

Was sind Referenzmarktwert und Referenzmarktpreis? Definition

Der Referenzmarktwert wird für Wasserkraft-, Windkraft- und Photovoltaikanlagen angewendet. Er ist nach EAG „der erzeugungsgewichtete Mittelwert der Stundenpreise einer Technologie eines gegebenen Zeitraums einer Gebotszone in Cent pro kWh“ (§5 Abs. 33 EAG). Die Energie-Control Austria ist verpflichtet den Referenzmarktwert zu Beginn eines Monats für jede Technologie zu veröffentlichen
 

Der Referenzmarktpreis wird für Biogas, Biomasse und für die gemeinsame Technologieausschreibung von Wind und Wasser angewendet. Der Referenzmarktpreis ergibt sich aus dem „arithmetischen Mittelwert aller Stundenpreise“ der einheitlichen Day-Ahead-Marktkopplung der österreichischen Gebotszone eines Kalenderjahres (§12 EAG). Die E-Control ist verpflichtet den Referenzmarktpreis zu Beginn eines Kalenderjahres für das vergangene Jahr zu veröffentlichen. Ausnahme bildet der Referenzmarktpreis der gemeinsamen Technologieausschreibung. Hier wird der Referenzmarktpreis pro Monat berechnet und veröffentlicht.
 

Referenzmarktwert und Referenzmarktpreis bestimmen, neben dem Anzulegenden Wert, die Höhe der Marktprämie in Österreich. Sie werden vom Anzulegenden Wert abgezogen, um die Marktprämie zu ermitteln.

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Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz-(EAG)

Was ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG)? DefinitionDas Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ist ein neues Gesetz, das zum Ziel hat, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der österreichischen Stromproduktion bis 2030 auf 100% zu steigern und bis 2040 die Klimaneutralität des Landes zu erreichen. Das EAG regelt die zentralen Fragen der Förderung der Erneuerbaren Energien und ist damit der Nachfolger des Ökostromgesetzes (ÖSG, auch ÖkostromG).
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Marktprämie

Marktprämie und Marktprämienmodell in Österreich: Wie funktioniert das?Definition

Das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) von 2021 führt die Marktprämie und das Marktprämienmodell (MPM) für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie ein. Die Marktprämie hat zum Ziel die Erzeugung von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen zu fördern und somit den Ausbau zu unterstützen. Sie gleicht die Differenz zwischen den Produktionskosten und dem durchschnittlichen Marktpreis aus. Wie hoch die jeweilige Marktprämie ist, hängt von der Höhe des anzulegenden Werts ab, der, je nach Energieträger, entweder in technologiespezifischen Ausschreibungen bestimmt oder per Verordnung festgelegt wird.

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Herkunftsnachweise

Was sind Herkunftsnachweise?Definition

Herkunftsnachweise (HKNs) ermöglichen es, die Herkunft von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachzuvollziehen. Der Herkunftsnachweis ist ein elektronisches Dokument, das genau anzeigt, aus welcher Anlage eine bestimmte Menge an Strom erzeugt wurde. Es stellt sicher, dass diese Menge nur einmal als Strom aus einer erneuerbaren Quelle (Ökostrom) verkauft werden kann. Ziel ist es, so für mehr Transparenz im Stromsektor, insbesondere für Verbraucher, zu sorgen.

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Sektorenkopplung

Was ist die Sektorenkopplung?Definition

Die Sektorenkopplung verbindet die Energiesysteme Strom, Wärme, Kälte, Verkehr und Industrie. Statt jeden dieser Sektoren einzeln zu betrachten, verfolgt sie einen ganzheitlichen Ansatz mit dem Ziel, die Energiebranche als Ganzes zu Dekarbonisieren und Ressourcen effizienter einzusetzen. Diese Ziele sollen durch eine möglichst vollständige Umstellung auf eine Energieversorgung aus Strom, die sogenannte „All Electric Society“ erreicht werden. Dies funktioniert allerdings nur, wenn Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien produziert wird. Die Sektorenkopplung ist maßgeblich von Flexibilitätspotenzialen in Erzeugern, Verbrauchern und Speicher in allen Energiesektoren und deren Nutzung und Verknüpfung abhängig.

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PPAs (Power Purchase Agreements)

Wie funktionieren PPAs (Power Purchase Agreements)?Definition

PPAs, kurz für Power Purchase Agreements, sind langfristige Stromliefer- und Strombezugsverträge. Insbesondere Stromproduzenten, aber auch Projektierer von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und große Stromverbraucher schließen diese Verträge ab. Anlagenbetreiber erhoffen sich dadurch eine günstigere Finanzierung ihres Projekts und eine Minimierung der Risiken; Verbraucher eine preissichere und grüne Stromversorgung. Da PPAs bilaterale Verträge sind, hängt ihre Ausgestaltung von den Vertragspartnern ab. Sie können verschiedene Formen annehmen und bilanzielle oder physische Stromlieferungen beinhalten. In Europa sind PPAs bisher noch nicht stark verbreitet, da die Förderung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen in vielen Ländern dies nicht begünstigt. In Österreich werden jedoch Anlagen bereits beispielsweise über Jahres-Terminmarktprodukte außerhalb der Förderung vermarktet. Es ist denkbar, dass PPAs mit weiterer Abnahme der Förderung von Erneuerbaren-Energie-Anlagen an Wichtigkeit für den Ausbau und Betrieb von EE-Anlagen zunehmen.

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Stromvermarktung

Wie funktioniert die Stromvermarktung?Definition

Stromvermarktung bezeichnet den Vertrieb des Handelsgutes Strom auf vielfältigen Wegen. Im Regelfall bedeutet es, dass der ins Netz eingespeiste Strom über Stromlieferverträge oder an der Strombörse des jeweiligen Landes gehandelt wird – in Österreich ist dies die EXAA in Wien. Doch wer stellt sicher, dass der erzeugte Strom auch wirklich einen Abnehmer findet? Denn lagern lassen sich insbesondere größere Mengen Strom nur schlecht – und wer stellt sicher, dass auch immer zur richtigen Zeit genug Strom produziert wird um das Stromnetz stabil zu halten?

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